Eine Reise in Kooperation mit Burgenland Tourismus.

Als ich den Ortsnamen Podersdorf las, dachte ich an eine kleine Gemeinschaft, in der sich die Einwohner gegenseitig unter die Arme greifen und friedlich miteinander zusammenleben. Dem ist auch so. Fast. Denn Podersdorf ist darüber hinaus auf der ganzen Welt bekannt. In der Surferszene, speziell Windsurfer, ist dieser Ortsname die erste Assoziation, wenn von Österreich die Rede ist.

Für eine Woche im Jahr verwandelt sich das am Neusiedler See gelegene Dorf in ein Paradies für Windsurfer und Wakeboarder. Der „Surferworldcup Podersdorf“ ist ein beliebter Contest unter den Wassersportlern. Dieses Jahr erhielt ich die Möglichkeit, einen Eindruck von dem Event zu bekommen. Eines kann ich vorweg nehmen: Nächstes Jahr bin ich auf alle Fälle wieder dabei. Warum? Lest selbst:

Gelassenheit, wo man nur hinsieht

Für mich war es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit dem Flieger flog ich von Berlin nach Wien und fuhr von dort mit dem Auto nach Podersdorf. Auf dem Eventgelände angekommen, verschwanden Großstadtgedanken und Hektik. Hier wurde die Philosophie des Surfens aus den 60er und 70er Jahren gelebt. Dies realisierte ich besonders bei einem Blick über den Parkplatz. Viele reisten mit Kleinbussen an. Surfbretter und Wakeboards wurden auf dem Dach festgezogen, Campingstühle und Bierkästen daneben aufgestellt. Beliebteste Busse: die VW‐Transporter Modelle T1, T2 und T3. Ich war ein wenig neidisch. Für mich sind diese Autos, verbunden mit dem Lebensstil des Reisens, der Inbegriff von Freiheit. Bis zum Ozean reisen und alle Eindrücke auf dem Weg einfangen ‐ ein Traum.

Vielen Besuchern sah man diese Freiheit auch an. Gelassen schlenderten die jungen Frauen im Bikini am Strand entlang und ernteten sehnsüchtige Blicke von den auf Strandtüchern liegenden Surferboys.
Am besucherstärksten Tag fanden sich in diesem Jahr über 25000 Menschen auf dem Festivalgelände ein. Eine überschaubare Zahl, passend zu einem kleinen aber erlebnisreichen Festival.

USEFUL FACT: Der Neusiedler See ist 34 Km lang und 8 Km breit. Die tiefste Stelle im See ist 1,8 m tief (kein Scherz)!

Surfen, Musik und Partys ‐ eine Woche unterhalten lassen

Eine richtig gute Kombination war das parallel laufende Zipfer Seaside Festival. 17 Bands und Musiker sorgten für Remmi Demmi nach den Surf‐Sessions. Bacardi war der diesjährige Partyhost. Im Bacardi Party Zelt verabschiedeten sich die Surferbräute und Sunnyboys vom Tag und begrüßten feierlich die Nacht.
Auf dem Gelände waren viele Aussteller mit Standzelten vertreten. Dakine, O‘Neil oder auch Blue Tomato zeigten neue Produktpaletten, vergaben Give‐Aways und boten Sonderangebote auf ausgewählte Produkte an. Einige konnten sogar vor Ort getestet werden. Wer genug vom Tag hatte, schmiss sich in sein Zelt auf dem anschließenden Zeltplatz. Dort übernachtete der größte Teil der Besucher. Stellenweise kam dort Musik‐Festival‐Feeling auf.

Die Preise der Getränke und des Essens waren in Ordnung. Das unglaublich leckere Zipfer Bier kostete in der großen Variante 3,50 Euro. Pfand gab es nicht. Wir sind hier ja nicht in Deutschland. Das gefiel mir. Thaigerichte, Burger und Kebab konnten jeweils für 3 bis 9 Taler erworben werden. Auf dem Zeltplatz konnte auch gegrillt werden. Die Selbstversorgung war also auch gesichert.

Kann ich euch den Surfworldcup in Podersdorf weiterempfehlen?

Der Surfworldcup ist nicht nur für aktive Wassersportler gedacht. Das Angebot ist breit gefächert. Wer gerne am Strand liegen, ein paar Cocktails genießen und anderen beim Sport zuschauen möchte, ist hier ebenso willkommen, wie jemand, der endlich Windsurfen lernen möchte. Langweilig wird es auf alle Fälle nicht. Festivaltickets kosten 10 bis 20 Euro (je nach Veranstaltung).
Ich hatte dort eine Menge Spaß und werde nächstes Jahr mit Sicherheit wieder dabei sein. Es ist einfach nur eine gute Atmosphäre mit netten Leuten, die Spaß am frühsommerlichen Wetter haben möchten.
Ich kann euch dieses Festival mit eigener Überzeugung weiterempfehlen.

Aussicht genießen ‐ der Neusiedler See (Foto: Stefan Eschert)

Oft flogen die Kites der Wakeboarder nur wenige Meter aneinander vorbei (Foto: Stefan Eschert)

Teilnehmer Marian Hund erklärt uns den Ablauf des Wettbewerbes (Foto: Stefan Eschert)

Die Kids konnten Taschen und Shirts besprühen (Foto: Stefan Eschert)

Für den Notfall: Das rote Kreuz (Foto: Stefan Eschert)

Die Kites warten auf frischen Wind. (Foto: Stefan Eschert)

Vor einer Bühne demonstrierten junge Knaben die moderne Sportart „Parkour“ (Foto: Stefan Eschert)

Ohne Worte (Foto: Stefan Eschert)

Die Reise wurde vom Burgenland Tourismus ermöglicht. Vielen Dank an Elena Paschinger von Kreativ Reisen Österreich für die nette Betreuung.

Alle Fotos wurden mit meiner Canon AE1 geschossen.