Baumkuchen vom Marktstand. C’est bon!

Erst kürzlich besuchte ich mit meinem alten Freund Matze die ungarische Hauptstadt Budapest. Die Flugtickets haben wir bereits ein halbes Jahr vor Reiseantritt gebucht. Das Hostel allerdings erst zwei Tage vorher. Drei Tage Aufenthalt ‐ Viel zu kurz um den Geist der Stadt zu erforschen. Dennoch haben wir jede Stunde intensiv genutzt, um entlang Straßen und Hinterhöfen zu wandern.
Unser Fazit: Budapest ist irgendwie positiv eigenartig. Zwischen vom Sozialismus geprägten Wohnblocken und historischer Altbauten strahlt die Stadt einen ganz besonderen Charme aus. Wir waren uns auf dem Rückflug einig: Diese Stadt besuchen wir nochmal.

Ich werde noch einen umfassenden Reisebericht mit vielen schicken Fotos veröffentlichen. Als Appetizer serviere ich euch jetzt schon meine Tipps für Budapest.

Vom Flughafen in die Innenstadt

Mit der Buslinie 200E kommt ihr bis zum Bahnhof Ferihegy. Von dort aus steigt ihr um in die Bahn Richtung Nyugati‐Budapest. Je nachdem, wo eure Unterkunft ist, könnt ihr am Bahnhof Köbánya‐Kispest, Mesikói utca oder Nyugati in die Metro umsteigenden. Die gesamte Prozedur dauert ungefähr eine halbe Stunde.

Orientierung gewinnen

Viele haben Orientierungsschwierigkeiten, wenn sie in große Städte hineingeworfen werden. Budapest sieht auf den ersten Blick verwirrend aus, aber schon auf den zweiten Blick habt ihr das System der pulsierenden Straßen und Bahnen erkannt. Alle großen Hauptstraßen führen in das Zentrum. Einen Stadtplan bekommt ihr bereits kostenlos am Flughafen, Bahnhöfen oder in Hostels.

Die öffentlichen Verkehrsmittel

Die Hauptlinien der Tram ( Linie 6 und 4 ) fahren die ganze Nacht durch. Wo Tram und Metro nicht fahren, düsen die Busse im Minutentakt. Ihr kommt also rund um die Uhr überall hin. Bustickets könnt ihr euch aber nicht im Bus, sondern an Bahnstationen oder Kioske erwerben! Ich würde euch nie (öffentlich, wie hier in einem Blog) dazu raten, dass es überflüssig ist ein Ticket zu kaufen, weil es kaum Fahrkartenkontrollen gibt oder die Geldstrafe vergleichsweise sehr gering ist. Aber ich drücke es mal so aus: Wenn ihr in der tiefen Nacht volltrunken in die Tram steigt, braucht ihr nicht paranoid werden, solltet ihr zufällig den Kauf eines Tickets übergangen seid.

Eine Unterkunft finden

In Budapest gibt es wirklich viele Studenten. Entweder ergattert ihr euch über Couchsurfing einen Schlafplatz oder ihr steigt im Budget Hostel ab. Kostet gerade mal 10 Euro die Nacht. Inklusive Küchennutzung und WiFi.
…oder ihr macht es wie die zahlreichen Obdachlosen und nutzt die Parkbänke der Stadt.

Was diniere ich in Budapest?

Was für eine Frage! GULASCH natürlich. Und Baumkuchen. Hier ein paar Adressen, die ihr euch notieren solltet. Wir haben die Lokalitäten selbst besucht. Ich werde dazu noch genauer berichten. Aber lasst euch eines sagen: In Budapest gibt‘s echt gutes Essen für (ganz) faire Preise und ohne großen Touristenwirbel.

  • Zsákbamacska („Katze im Sack“) in der Lovag u. 3
  • Horvath in der Krisztina square 3
  • Baumkuchen von Streetfood‐Ständen, der vor euren Augen zubereitet wird
  • In der Radáy utca befinden sich ein Restaurant nach dem nächsten. Nahe Zentrum, aber etwas versteckt vor dem Massentourismus
  • Eine Challange für euch: an der Kreuzung Ör utca und Travaszmezö utca im Problembezirk 8 befindet sich ein unscheinbares Lokal. Vermutlich eine Kaschemme der Arbeiter. Wir wussten nicht, was uns in diesem gespenstischen, dunklen Lokal erwartet. Uns wurde Gulasch, Brot und Bier für 5 Euro kredenzt.

Wo gehe ich feiern?

Die Clubkultur konnten wir leider nicht erforschen. Budapests Barkultur genießt allerdings internationale Anerkennung. Besonders die Ruin‐Pubs sind einen Besuch wert. Westlich des Teréz körút verstecken sie sich. Das Szimpla ist eine international bekannte Bar, die Tagsüber offen für Künstler ist und Abends die Türen der Gesselligkeit öffnet. Mit dirty Alltagskunst dekoriert, könnt ihr hier entspannt ein paar Biere kippen und ganz einfach Leute kennenlernen.

Was sollte ich meiden?

Den 8. Bezirk! Wir sind tagsüber unwissend durchgewandert. Es ist der Kontrast zum Zentrum. Armut, Uringestank und Mafiastrukturen prägen hier das Stadtbild. Nachts soll die Polizei sogar mit kugelsicheren Westen in diesem Bezirk patrollieren. Üble Stories haben wir gehört. Wessen Erkundungsherz jetzt allerdings höher schlägt, sollte wenigstens Bargeld und wertvolle Gegenstände im Hostel aufbewahren.

Wie lerne ich die Stadt am schnellsten kennen?

Wir hatten einen Guide, der uns von Rent‐A‐Guide.de zur Verfügung gestellt wurde. Dort findet ihr viele Guides, die individuelle Touren mit euch machen. Ganz nach eurem Belieben.

Übrigens kann Budapest zurecht von sich behaupten, dass ein sehr hoher Anteil bildschöner Frauen in der Stadt wohnen.