Ich will nur schreiben. Darin frei sein und tun was ich will.
Nicht einfach tun was auch immer man möchte, sondern tun was man wirklich will.

Ich schreibe in mein Notizheft, auf Quittungen, auf Brotpapier, auf Zettel, auf meine Haut. Ich schreibe selten Gutes am Laptop. Ich schreibe wenig, wenn ich viel schreiben will und schreibe viel, wenn ich gerade nicht die geringste Zeit dafür habe.
Ich schreibe, weil ich muss – nicht, weil ich kann. Ich bin kein Schriftsteller, kein Journalist. Ich schreibe nur Worte in dieses Internet rein.
Katharsis.
Ich schreibe, weil es mir hilft, mich zu erinnern. Reisegeschichten, weil ich beim Schreiben noch einmal zurückreisen kann, durch Zeit und Raum, durch Gespräche, Gefühle, Gerüche und Gedanken. Mittlerweile schreibe ich auch für dich, für euch, für uns, weil ab und zu auch jemand anderes etwas mit meinen Geschichten anfangen kann.

Die folgenden sieben Artikel sind nicht von mir verfasst worden. Sieben verschiedene Verfasser haben dieses Jahr Worte miteinander verbunden, die mich zum Lachen gebracht haben. Die mir Angst gemacht haben. Oder die mir Zweifel genommen und Mut gemacht haben.
Keine Angst, das wird jetzt kein Seelenstriptease.
Die Verbindung von Schreibkunst und Erlebnissen ist in diesen Geschichten ein Glanzstück.

‐‐‐

Wenn Lachen so gesund ist, werde ich nach der Lektüre von Johannes Artikel nie wieder
krank. Allein der Titel trifft schon meinen Humor. Die Zutaten sind eine tanzende Menge, viele bunte Bilder und ein heiliger Mann mit einer Banane.
Warum ein schöner Bart noch lange keinen Chef macht und warum positive Diskriminierung manchmal ziemlich gut ist, erfahrt ihr in seiner verrückten Geschichte.
Als mich Seine Heiligkeit Sri Sri Sri Tridandi Srimannarayana Ramanuja Chinna Jeeyar Swamiji mit einer Banane segnete

‐‐‐

Marianna reist durch Albanien. Neben der außergewöhnlichen Gastfreundlichkeit der Albaner,
der Unberührtheit des Landes und der bevorzugten Automarke Nummer Eins erfahren wir außerdem davon, wie sogar eine erfahrene Reisende manchmal einen Roadtrip durch ein Land antritt, über das sie Vorurteile hat. Diese lösen sich schließlich fast alle in Luft auf.
Reisen bildet. Und bei Mariannas Artikel gibt’s das auch noch in schön.
Albanien – Im Land der Bunker

‐‐‐

Nina schreibt über ihre Suche nach dem Glück, und findet auf dem Weg zwischen Haustür und
Lieblingsbar urplötzlich die Antwort darauf, warum sie rastlos und so gern woanders ist. Und warum das gut so ist.
In ihren Zeilen stecken nicht nur eine tolle Geschichte und die Lösung eines kniffligen Rätsels, welches sie in sich herumträgt – für mich sind sie auch eine Hommage an das Reisen. „Woanders is auch scheiße

‐‐‐

Marco erzählt von einer sehr üblen Begebenheit in einem Athen von vor fast zwanzig Jahren.
Obwohl sein Erlebnis so schlimm ist fasziniert es mich, wie außergewöhnlich er seine Hilflosigkeit, Angst und seine Suche nach einer Erklärung beschrieben hat. Und wie mit jeder Zeile alles noch viel schlimmer wird.
Am Ende gibt mir sein Artikel den Mut weiterzumachen, auch wenn alles so richtig den Bach hinunter geht.
Ausgeknocked und ausgeraubt – Athen wie man es niemandem wünscht

‐‐‐

Gesa hat exakt das in Worte gefasst, was mich seit langer Zeit immer wieder verrückt macht.
Über den Druck, viel schreiben zu müssen. Über das Vertrauen, dass gute Qualität geschätzt wird. Früher oder später.
Über Fehler, über Erfolge. Über Demut gegenüber Arbeit.
Ich war grad in der Versenkung. Schönen Gruß von deiner Arbeit.“ (Ich liebe diesen Titel!)

‐‐‐

Was diesen Guide zu einem Israel Roadtrip für mich so speziell macht, ist Connis Schreibstil.
Es geht nicht darum, welche Worte sie wählt, sondern wie sie ihre Worte wählt. Sie kann ihre Begeisterung und Lebensfreude in ihren Artikel übertragen, ohne dass es gespielt klingt. Ihre Direktheit macht diesen Guide so spannend.
Roadtrip durch Israel: Von Hummus und drei Meeren. Ein Guide.

‐‐‐

Ute steigt aus. Was so einfach klingt, ist ein langer Prozess, der so radikal und doch auf
merkwürdige Weise normal ist. Zwischen allen Diskussionen um Zweifel, Zwänge und Verpflichtungen, falsche Freiheit, GEZ‐Gebühren und teuren Latte Macchiato geht es um die alles entscheidende Frage: Was fange ich mit meiner Lebenszeit an und was will ich wirklich? „Aussteigen, aber was ist mit dem Geld?

Danke für’s Mitreisen! Auf ein neues Jahr voll Freiheit. Ich muss los.
Schreiben, schreiben.